Krankenversicherung für Rentner

Krankenversicherung für Rentner

Krankenversicherung für Rentner | Krankenversicherung für Rentner

Während des Berufslebens ist das Thema Krankenversicherung kein Thema für die Betroffenen: Sie sind – je nach ihrem beruflichen Status - entweder gesetzlich oder privat versichert, für Beamte gelten hingegen einige Sonderregelungen. Doch wie sieht es nun mit der Krankenversicherung im Rentenalter aus? Während Arbeitnehmer in die Krankenversicherung der Rentner wechseln – hierbei handelt es sich allerdings nur um einen Status – gelten für Beamte, die in den Ruhestand wechseln, bezüglich der Krankenversicherung ebenfalls Sonderregelungen.

Was ist die Krankenversicherung eigentlich?

Was ist die Krankenversicherung eigentlich? | Krankenversicherung für Rentner

Bei der Krankenversicherung handelt es sich um eine Versicherung, die den Versicherungsnehmern die Kosten für Behandlungen im Krankheitsfall voll oder ganz erstattet. Grundsätzlich wird bei der Krankenversicherung zwischen der sogenannten Pflichtversicherung, die gesetzlich vorgeschrieben ist, und einer Individualversicherung in Form der privaten Krankenversicherung unterschieden.

Anders als in anderen Ländern gibt es in Deutschland die gesetzliche Vorgabe, dass jeder Einwohner für den Krankheitsfall abgesichert ist. Größtenteils müssen sich Arbeitnehmer bei einer der gesetzlichen Krankenversicherungen für einen Betrag versichern, der vom Einkommen abhängig ist und zu gleichen Teilen vom Arbeitgeber und dem Arbeitnehmer bezahlt wird. Sofern ihr Einkommen einen gewissen Betrag übersteigt, können sich Arbeitnehmer entweder bei einer privaten Krankenversicherung versichern oder eine freiwillige Krankenversicherung in der gesetzliche Krankenversicherung abschließen. Das trifft unter anderem auch auf Selbstständige und Freiberufler zu. Ähnlich ist die Situation für Rentner, wobei es Unterschiede zwischen Beamten im Rentenalter, Versicherten der gesetzlichen Krankenversicherung und privat versicherten Personen gibt.

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Die Krankenversicherung für Beamte / Pensionäre im Rentenalter

Die Krankenversicherung für Beamte / Pensionäre im Rentenalter | Krankenversicherung für Rentner

Sowohl für Beamte als auch für Angestellte im öffentlichen Dienst gelten bereits während des Berufslebens besondere Regelungen. So erhalten Beamte im Gegensatz zu anderen Arbeitnehmern keinen Arbeitgeberzuschuss, sondern bekommen von der Beamtenbeihilfe einen Teil der Kosten zurückerstattet. Aus eigener Tasche müssen sie also lediglich die Differenz zwischen dem Zuschuss und den tatsächlichen Versicherungsbeiträgen bezahlen. Weil Beamte als Versicherte mit geringem Risiko gelten, haben die privaten Krankenversicherer spezielle Beihilfe-Tarife für Beamte eingerichtet. Diese zeichnen sich durch vergleichsweise günstige Beitragssätze aus. In der gesetzlichen Krankenversicherung gibt es hingegen keine derartigen Tarife, sodass Beamte in der Regel mit einer privaten Krankenversicherung deutlich günstiger versichert sind.

Die Krankenversicherung für Beamte / Pensionäre im Rentenalter | Krankenversicherung für Rentner

Wie sieht es mit der Krankenversicherung in der Pension aus?

Viele Beamte entscheiden sich im Alter dafür, entweder in der gesetzlichen Krankenversicherung zu bleiben – das gilt gerade für die unteren Besoldungsgruppen – oder rechtzeitig in die gesetzliche Krankenversicherung zu wechseln. Der Grund dafür sind die Beiträge, die sie im Alter zahlen müssen. Da sich bei den privaten Versicherern die Höhe des Beitrags in aller Regel nach dem Alter richtet, stellen diese Kosten für sie ein vermeintlich höheres Risiko dar. Diese Unsicherheit liegt aber in erster Linie daran, dass die Betroffenen meist nicht wissen, wie sich die Krankenversicherungsbeiträge im Pensionsalter berechnen. Ein weiterer Risikofaktor für die Rentner stellt die Tatsache dar, dass sich das Krankheitsrisiko im Alter erhöht, weshalb sie mit höheren Zuzahlungen rechnen müssen.

Allerdings ist es ein Irrglaube, zu meinen, dass die gesetzliche Krankenversicherung für pensionierte Beamte günstiger ist. Der Grund: Auch Rentner müssen bereits seit 1983 Beiträge für die gesetzliche Krankenversicherung bezahlen, die sich an der Höhe des monatlichen Einkommens orientiert. Der allgemeine Beitragssatz gilt für Rentner sogar bereits seit 1997.

Das bedeutet, dass für Pensionäre die private Krankenversicherung meist die günstigere Alternative darstellt. Der Grund: Sie haben auch als Pensionisten einen Anspruch auf die Beihilfe ihres ehemaligen Dienstherrn – und dieser Anspruch besteht lebenslang. In den meisten Fällen liegt der Beitragssatz für Pensionäre und beihilfeberechtigte Ehepartner bei 70 Prozent.

Wie sieht es mit der Krankenversicherung in der Pension aus? | Krankenversicherung für Rentner

Das gilt für Pensionäre mit einer freiwilligen gesetzlichen Krankenversicherung

Pensionäre sind automatisch freiwillig versichert, sofern sie während der zweiten Hälfte des Erwerbslebens weniger als 90 Prozent der Zeit in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert waren. In diesem Fall gelten für Pensionäre die gleichen Regeln wie für Versicherte, die sich freiwillig gesetzlich versichert haben.

Entscheidend für die Berechnung der Beiträge ist das monatliche Gesamteinkommen. Der volle Beitragssatz wird also auch auf sämtliche private Einkommen wie etwa Rentenversicherungen, Zins- und Mieteinnahmen oder die Erträge aus Sparverträgen angerechnet.

Die freiwillige Mitgliedschaft in der gesetzlichen Krankenversicherung tritt außerdem ein, sofern der Beamte während seiner Erwerbstätigkeit größtenteils in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert war. Er würde dann eigentlich den Status eines Pflichtversicherten erreichen. Überschreiten seine Einkünfte jedoch die Jahresarbeitsentgeltgrenze, muss der Pensionär in der gesetzlichen Krankenversicherung den Höchstsatz bezahlen.

Allerdings bleiben die Kosten entgegen der weit verbreiteten Meinung auch in der gesetzlichen Krankenversicherung nicht auf einem konstanten Niveau. Im Schnitt betragen die Kostensteigerungen alljährlich 5,5 Prozent.

Das gilt für Pensionäre mit einer freiwilligen gesetzlichen Krankenversicherung | Krankenversicherung für Rentner

So sehen die Kosten für Beamte in der gesetzlichen Krankenversicherung aus

Ein Beamter kann lediglich dann in die gesetzliche Krankenversicherung wechseln, sofern er während seines Berufslebens einen Rentenanspruch erworben hat und die sogenannte Vorversicherungszeit erfüllt hat. Ist er jedoch mit Eintritt ins Pensionsalter schon privat vorversichert, hat er keine Möglichkeit mehr, in die gesetzliche Krankenversicherung zu wechseln. Erfüllt hat ein Beamter die Vorversicherungszeit dann, wenn er in der zweiten Hälfte seines Berufslebens zu mindestens 90 Prozent in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert war – das gilt auch, wenn diese Bedingung im Rahmen der Familienversicherung erfüllt wurde.

War die Ehefrau während der Erwerbstätigkeit ihres Mannes gemeinsam mit ihm in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert, wird für sie ein eigener Beitrag berechnet, sobald ihr Ehemann in den Ruhestand eintritt. Der Grund: Sobald die Rente bezogen wird, entfällt in der gesetzlichen Krankenversicherung die Möglichkeit, die Familienversicherung beizubehalten. Das heißt: Sowohl die Ehepartner als auch die Kinder, die bis dahin mitversichert waren, müssen nun selbst ihren Beitrag zahlen – ganz gleich, ob sie über ein eigenes Einkommen verfügen oder nicht.

Dabei gilt:

Wie hoch der Beitrag ist, den der Pensionär monatlich bezahlen muss, hängt davon ab, wie hoch dessen monatliche Bezüge sind. Einen Anteil an den Beiträgen für die gesetzliche Krankenversicherung erhalten sie – anders als normale Rentner – allerdings nicht, weil sie eben nach wie vor beihilfeberechtigt sind. Pensionäre müssen in der gesetzlichen Versicherung also sowohl die Beiträge für die Kranken- als auch für die Pflegeversicherung komplett selber zahlen. Sofern der Pensionär über zusätzliche regelmäßige Einnahmen verfügt, die vergleichbar mit der Pension sind, ist er dazu verpflichtet, auf diesen Teil des Einkommens den vollen Beitragssatz zu bezahlen. Das betrifft beispielsweise einen Hinzuverdienst, wenn der Pensionär in Altersteilzeit arbeitet. Auf alle anderen Arten von Einkünften wie etwa für Mieteinkünfte müssen jedoch keine Beiträge zur Krankenversicherung gezahlt werden.

So sehen die Kosten für Beamte in der gesetzlichen Krankenversicherung aus | Krankenversicherung für Rentner

So sieht die Kostensituation in der privaten Krankenversicherung für Beamte aus

Aufgrund der Beitragsentwicklung wird die private Krankenversicherung aktuell stark kritisiert. Ein oft genanntes Argument lautet, dass die Beiträge im Alter zu hoch seien. Jedoch trifft dieses Argument nur in Einzelfällen zu. Der Grund: Die Versicherungsgesellschaften bilden während des gesamten Versicherungszeitraums sogenannte Altersrückstellungen, damit die Beiträge im Alter auf einem moderaten Niveau bleiben können – die privaten Gesellschaften verhindern dadurch also einen überproportionalen Anstieg der Beiträge im Alter. In der Praxis läuft dies so ab: Bei den Versicherten wird in jungen Jahren ein bestimmter Betrag aufgeschlagen, der zurückgestellt wird. Die Versicherten sammeln also umso höhere Altersrückstellungen an, je früher sie sich privat versichern – und umso niedriger fallen dann eben auch ihre Beiträge im Alter aus. Diese Form der Altersrückstellung bilden die Versicherer auf freiwilliger Basis. Des Weiteren gibt es seit dem Jahr 2000 eine gesetzliche Bestimmung, die vorschreibt, dass auf den Beitrag ein Zuschlag in Höhe von zehn Prozent erhoben werden muss, der ausschließlich dazu verwendet werden darf, den Beitrag im Rentenalter auf einem niedrigeren Niveau zu halten.

Allerdings gibt es natürlich auch Fälle, in denen der Tarif im Alter dramatisch ansteigt. Das ist beispielsweise der Fall, wenn sich ein Versicherungsnehmer für einen geschlossenen Tarif entscheidet und versäumt hat, den Tarif rechtzeitig zu wechseln. Den Betroffenen bieten die privaten Versicherer aber an, dass sie in den Basistarif wechseln können. Dort ist das Leistungsspektrum aber ungleich geringer. Von den Leistungen her entspricht der Basistarif nämlich dem Angebot der gesetzlichen Krankenversicherung. Dafür darf der Beitrag auch nicht höher ausfallen als der Höchstsatz in der gesetzlichen Rentenversicherung. Eine zusätzliche Kostenentlastung ergibt sich durch die Altersrückstellungen, die der Beamte während seines Berufslebens angesammelt hat.

Für Pensionäre ist es allerdings fast unerheblich, in welchem Tarif sie versichert sind. Schließlich müssen sie dank ihres Anspruchs auf Beihilfe lediglich rund 30 Prozent des Beitrags bezahlen. Das gilt auch für Ehepartner, sofern sie beihilfeberechtigt sind und für weitere Familienmitglieder, sofern der Pensionär für diese unterhaltspflichtig ist. Pensionäre zahlen in der privaten Krankenversicherung also nicht nur einen geringeren Beitrag, sondern erhalten auch mehr Leistungen als in der gesetzlichen Krankenversicherung.

Die gesetzliche Krankenversicherung und der Ruhestand

Die gesetzliche Krankenversicherung und der Ruhestand | Krankenversicherung für Rentner

Das Wichtigste zur Krankenversicherung der Rentner im Überblick

  • Bei der Krankenversicherung der Rentner handelt es sich um keine eigene Krankenversicherung, sondern um einen Status, den alle Rentner, die in der gesetzlichen Krankenversicherung pflichtversichert sind, erhalten.
  • Die Krankenversicherung der Rentner hat den Vorteil, dass die Rentner auf sämtliche privaten Einkünfte wie Zinsen, Privatrenten oder Mieteinnahmen keine Krankenkassenbeiträge bezahlen müssen.
  • Versicherte sollten sich dauerhaft für die private oder gesetzliche Krankenversicherung entscheiden, bevor sie das 40. Lebensjahr erreicht haben. Der Grund: In der Krankenversicherung der Rentner werden nur Versicherte aufgenommen, die während der zweiten Hälfte ihres Erwerbslebens zu mindestens 90 Prozent in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert waren.
  • Wer in der Krankenversicherung der Rentner ist, hat das Recht auf freie Kassenwahl.
  • Rentner, die nicht über die Krankenversicherung der Rentner versichert sind, können sich möglicherweise freiwillig in der gesetzlichen Kasse versichern. Für diese gelten jedoch andere Regeln.
  • Rentner, die privat krankenversichert sind, haben unter Umständen einen Anspruch darauf, einen Zuschuss zu ihren Beiträgen zu erhalten.
Das Wichtigste zur Krankenversicherung der Rentner im Überblick | Krankenversicherung für Rentner
Das Wichtigste zur Krankenversicherung der Rentner im Überblick | Krankenversicherung für Rentner

Der Status der Krankenversicherung für Rentner

Arbeitnehmer, die in Rente gehen, werden von der Krankenversicherung einer der folgenden drei Gruppen zugeordnet:

  • Rentner mit Pflichtversicherung
  • freiwillig versicherte Rentner
  • Rentner mit privater Krankenversicherung.


In diesem Zusammenhang sind die beiden Begriffe pflicht- und freiwillig versichert allerdings etwas irreführend. Denn für einen Rentner ist es in den meisten Fällen nur vorteilhaft, wenn er in die Krankenversicherung für Rentner darf. Denn deren Krankenkassenbeiträge sind meist deutlich geringer als die jener Senioren, die freiwillig in die gesetzliche Rentenversicherung gehen. Der Grund: Senioren, denen der Eintritt in die Krankenversicherung der Rentner verwehrt bleibt, müssen auch für sämtliche Einkünfte aus privaten Rentenversicherungen, Zinsen oder Mieteinnahmen Beiträge für die Krankenversicherung zahlen. Das trifft beispielsweise Senioren, die während des Berufslebens lange Jahre privat versichert waren und dann zurück in die gesetzliche Krankenversicherung wechseln.

Die Krankenversicherung der Rentner spielt dagegen keine Rolle für Privatversicherte. Diese sollten allerdings daran denken, dass sie einen Zuschuss zur privaten Krankenversicherung beantragen. Einen Anspruch darauf haben sie unter Umständen, sofern sie eine gesetzliche Rente erhalten. Einen entsprechenden Zuschuss können auch Rentner in der freiwilligen gesetzlichen Versicherung beantragen.

Worum handelt es sich bei der Krankenversicherung der Rentner?

Die Krankenversicherung der Rentner bezeichnet lediglich den Status, den gesetzlich Versicherte nach einer bestimmten Versicherungsdauer erhalten, sofern sie eine gesetzliche Rente beziehen. Rentner, die diesen Status erlangen, müssen lediglich auf das Einkommen, das sie aus der gesetzlichen Rente beziehen, Krankenkassenbeiträge bezahlen. Die gesetzliche Rente erhalten sie auf Arbeitseinkommen ebenso wie auf die sogenannten Versorgungsbezüge. Dazu gehören neben Leistungen aus Versorgungswerken auch Pensionen sowie Betriebsrenten. Private Einkünfte, die oben bereits erwähnt wurden, sind dagegen beitragsfrei. Rentner mit diesem Status haben das Recht auf eine freie Kassenwahl und können ihre Krankenkasse bei Bedarf entsprechend wechseln.

Worum handelt es sich bei der Krankenversicherung der Rentner? | Krankenversicherung für Rentner
Worum handelt es sich bei der Krankenversicherung der Rentner? | Krankenversicherung für Rentner

Informationen zur Vorversicherungszeit

Die einzige Voraussetzung, um in die Krankenversicherung der Rentner aufgenommen zu werden, besteht darin, während der zweiten Hälfte des Berufslebens mindestens zu 90 Prozent gesetzlich versichert gewesen zu sein. Ob der Rentner zuvor freiwillig versichert, pflichtversichert oder im Rahmen der Familienversicherung versichert war, ist dabei unerheblich. Wie lange das Erwerbsleben gedauert hat, kann aber von Fall zu Fall höchst unterschiedlich sein. Gerechnet wird diese Zeit nämlich vom Anfang der ersten Erwerbstätigkeit, also inklusive Berufsausbildung, bis zum Zeitpunkt, an dem der Betroffene den Rentenantrag stellt. Bei Personen, die nicht berufstätig waren, gilt entweder der 18. Geburtstag oder der Zeitpunkt der Heirat.

Arbeitet beispielsweise ein Ingenieur nach seinem Studium ab dem 25. Lebensjahr als Angestellter, ist er zunächst gesetzlich krankenversichert. Sofern er sich selbstständig macht und in eine private Krankenversicherung wechselt, muss er spätestens im 47. Lebensjahr zurück in die gesetzliche Krankenversicherung wechseln, um mit 65 in die Krankenversicherung der Rentner aufgenommen zu werden. Der Ingenieur hat in diesem Beispiel gerade noch einen Anspruch darauf. Der Grund: Er war insgesamt 40 Jahre lang erwerbstätig und in der zweiten Hälfte des Berufslebens 18 Jahre lang Versicherter in der gesetzlichen Krankenversicherung, also genau 90 Prozent des Zeitraums, der maßgeblich für die Berechnung ist.

Wie hoch sind die Beiträge für Rentner in der gesetzlichen Krankenkasse?

Die Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung eines Rentners werden aus dessen Einnahmen errechnet. Hierbei unterscheiden die Kassen zwischen folgenden Einkünften:

  • Die gesetzliche Rente, also die Altersrente, eventuelle Rentenbezüge aus dem Ausland und die Witwenrente.
  • Die Versorgungsbezüge – dazu gehören neben Betriebsrenten auch Pensionsfonds und -kassen, Direktversicherungen, Zusatzversorgungen, Bezüge von Versorgungswerken, Beamtenpensionen, Riester-Renten, die betrieblich abgeschlossen wurden, und Unterstützungskassen.
  • Erwerbseinkommen aus einer angestellten oder selbstständigen Tätigkeit.
  • Private Einnahmen wie Pacht- und Mieteinkünfte, private Renten inklusive privater Riester-Renten sowie Kapitalerträge.


Wie hoch sind die Beiträge für Rentner in der gesetzlichen Krankenkasse? | Krankenversicherung für Rentner Die Beitragssätze für diese Einkommensgruppen sind unterschiedlich. Dies hängt davon ab, ob die Rentner in der Krankenversicherung der Rentner versichert sind. Auf die gesetzliche Rente müssen Versicherte in der Krankenversicherung der Rentner - ebenso wie ein freiwillig gesetzlich Versicherter - den halben Beitrag sowie einen Zusatzbeitrag bezahlen. Das ist in etwa vergleichbar mit einem Arbeitnehmer. Auf sämtliche Versorgungsbezüge – das betrifft in erster Linie die Leistungen aus einer betrieblichen Altersvorsorge – muss der volle Betrag gezahlt werden. Das schmälert natürlich sämtliche Betriebsrenten erheblich. Die gleiche Regelung gilt, wenn der Rentner zusätzlich einer selbstständigen Tätigkeit nachgeht.

Unter der Voraussetzung, dass ein Rentner bereits vor seinem Renteneintritt gesetzlich versichert war und zudem die Vorversicherungszeiten komplett erfüllt hat, kann er sich dennoch freiwillig gesetzlich versichern, auch wenn die Aufnahmevoraussetzungen für die Krankenversicherung der Rentner nicht erfüllt sind. In diesem Fall müssen sie die Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung aber auf sämtliche Einnahmen bezahlen. Anders als bei Versicherten in der Krankenversicherung der Rentner gibt es in diesem Fall keine beitragsfreien Einkünfte.

Wie hoch sind die Beiträge für Rentner in der gesetzlichen Krankenkasse? | Krankenversicherung für Rentner

Welches System ist im individuellen Fall besser?

Rentner, die freiwillig in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert sind, müssen einen deutlich höheren Beitrag bezahlen. Für Kassenpatienten lohnt es sich also, wenn sie im Alter in die Krankenversicherung der Rentner aufgenommen werden. Deshalb sollten sich Arbeitnehmer schon vor dem 40. Lebensjahr entscheiden, ob sie langfristig gesehen eine gesetzliche oder eine private Krankenversicherung haben wollen.

Welches System ist im individuellen Fall besser? | Krankenversicherung für Rentner

Was ist der Zusatzbeitrag?

Gesetzlich krankenversicherte Rentner müssen neben dem Beitrag bei vielen Krankenkassen einen sogenannten Zusatzbeitrag bezahlen, der im Schnitt bei 1,1 Prozent liegt. Hinzu kommt außerdem der Beitrag zur gesetzlichen Pflegeversicherung. Dieser liegt bei 2,5 Prozent - bei 2,88 Prozent für Kinderlose. Für diese zusätzlichen Beiträge zahlt die Rentenversicherung aber einen Zuschuss. Beiträge müssen allerdings nur bis zur Beitragsbemessungsgrenze entrichtet werden, die aktuell bei 52.200 Euro pro Jahr liegt. Für alle Einkünfte, die darüber hinausgehen, müssen Rentner keine Beiträge zur Krankenversicherung abführen.

Die private Krankenversicherung für Rentner

Rentner, die eine private Krankenversicherung haben, müssen die Versicherungsbeiträge selbst bezahlen. Wie hoch diese im individuellen Fall ausfallen, orientiert sich nicht nach dem Einkommen, sondern nach dem versicherten Gesundheits- und Pflegerisiko.

Die wichtigsten Informationen im Überblick:

  • In der privaten Krankenversicherung sind die Beiträge für Rentner nicht automatisch günstiger.
  • Ab dem 60. Geburtstag fällt der gesetzlich vorgeschriebene zehnprozentige Zuschlag, mit dem Altersrückstellungen gebildet werden, weg. Beiträge für das Krankengeld entfallen mit dem Renteneintritt meist ebenfalls.
  • Rentner haben verschiedene Möglichkeiten, die Beiträge zu senken - etwa, indem sie in den Standard- oder Basistarif wechseln.


Grundsätzlich gilt die Faustregel, dass bei zahlreichen privaten Krankenversicherungen die Beiträge mit zunehmendem Alter der Versicherten steigen. Denn obwohl Altersrückstellungen gebildet werden, treiben steigende Kosten – aber auch niedrigere Zinsen – die Höhe der Beiträge nach oben. Deshalb kann es für privat versicherte Rentner eng werden. Denn die Einkünfte aus der gesetzlichen Rente sind niedriger als ihre vorherigen Einkünfte, zudem werden bei privaten Krankenversicherungen die Beiträge nicht an das Einkommen angepasst.

Diese Erleichterungen gibt es für Rentner in der privaten Krankenversicherung

Einige Faktoren tragen dazu bei, dass die Beiträge niedriger ausfallen als während des Erwerbslebens. So müssen Rentner bereits ab dem 60. Lebensjahr den gesetzlichen Zuschlag von zehn Prozent nicht mehr bezahlen, der für die Bildung von Altersrückstellungen vorgesehen ist. Auch der Beitrag für das Krankengeld entfällt, sofern die Rentner keiner Tätigkeit mehr nachgehen. Diese beiden Posten bringen eine Entlastung von etwa 15 Prozent. Weil der Arbeitgeberanteil für die Krankenversicherung wegfällt, können Rentner von ihrem Rentenversicherungsträger einen Zuschuss zur Krankenversicherung erhalten. Dieser ist begrenzt auf maximal 7,3 Prozent der Rente beziehungsweise 50 Prozent des Krankenversicherungsbeitrags. Wird der Zuschuss bewilligt, wird dieser steuerfrei zusammen mit der Rente ausgezahlt. Den privaten Zuschuss erhalten die Rentner allerdings nur, wenn sie ihren Wohnsitz innerhalb der EU haben. Auch für die Pflegeversicherung gibt es keinen Zuschuss.

Diese Erleichterungen gibt es für Rentner in der privaten Krankenversicherung | Krankenversicherung für Rentner

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Weitere Möglichkeiten zur Beitragssenkung

Sobald Arbeitnehmer das 55. Lebensjahr vollendet haben, ist es für sie meist unmöglich, in die gesetzliche Krankenkasse zurückzukehren – selbst wenn sie ein Einkommen unterhalb der Jahresarbeitsentgeltgrenze haben. Wenn sie einen günstigeren Schutz für den Krankheitsfall haben möchten, brauchen sie also eine andere Alternative. Vor allem für ältere Versicherte bieten die privaten Versicherer aber einige Möglichkeiten, um die Beitragskosten zu senken. Folgende Alternativen sind besonders interessant:

  • der interne Tarifwechsel
  • der Wechsel in den Standard- oder Basistarif.


Weitere Möglichkeiten zur Beitragssenkung | Krankenversicherung für Rentner Das Recht auf einen internen Tarifwechsel räumen private Krankenversicherer vor allem langjährigen Versicherten ein. Ohnehin sollten privat Versicherte ihren Tarif in einem Abstand von fünf bis zehn Jahren überprüfen und mit den anderen Tarifen des Versicherers vergleichen. Weil in der Zwischenzeit neue Tarife angeboten werden, können die Versicherer dadurch möglicherweise die Beitragskosten deutlich senken, ohne dass sie im Gegenzug auf eine Einschränkung bei den Leistungen verzichten müssen. Der interne Tarifwechsel ist für die Versicherten übrigens kostenlos. Allerdings sollten die Versicherten bei einem Tarifwechsel keinesfalls den Anbieter wechseln. Der Grund: Ein Anbieterwechsel geht mit dem Verlust eines erheblichen Teils der Altersrückstellungen einher. Zusätzlich müssen sich die Versicherten einer erneuten Gesundheitsprüfung unterziehen und möglicherweise Risikoaufschläge bezahlen, weil sich der gesundheitliche Zustand zwischenzeitlich verschlechtert hat.

Der Wechsel in den Standard- oder Basistarif lohnt sich insbesondere, wenn der interne Tarifwechsel eine zu geringe Entlastung bringt. Dieser steht in der privaten Krankenversicherung nahezu allen Rentnern offen. Allerdings müssen die Betroffenen dafür unter Umständen Einschränkungen bezüglich der Leistungen in Kauf nehmen. Diese orientieren sich nämlich grundsätzlich an den Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung. Bessere Leistungen erhalten Rentner im Basistarif, dafür müssen sie für diesen aber auch mehr zahlen als für den Standardtarif.